Unsere Wälder

Wichtiger Lebensraum für Mensch und Umwelt

Wie es heute aussieht

Unsere Wälder im Westerwald

Wälder bieten Lebensraum, Nahrung und Schutz für verschiedene Pflanzen, Tiere, Pilze und kleine Lebewesen. Sie schützen die Umgebung vor Lawinen, Steinschlägen und Hochwasser. Die Wurzeln der Bäume halten den Boden fest und verhindern Erosion durch Wasser, Schnee und Wind.
Die klimatischen Auswirkungen von gesunden Wäldern sind sehr wichtig.

Die hohe Verdunstung über Wäldern verhindert eine Überhitzung der Luft. Bäume bremsen den Wind und schützen den Boden in der Umgebung vor Verwehung und Austrocknung. Dieser Effekt ist auch in einiger Entfernung vom Wald spür- und messbar.

Wälder sorgen für sauberes Wasser. Sie nehmen Regenwasser auf, leiten es in den Boden und speichern es dort. Das verringert das Risiko von Hochwasser. Zudem filtert der Waldboden den Regen und sorgt so für sauberes Grundwasser. Unter Wald gibt es die reinsten Grundwasserspeicher in Deutschland.

Übrigens: Über 70 Prozent des Trinkwassers in Rheinland-Pfalz stammt aus Waldquellen.

Wälder schützen vor Lärm und Luftverschmutzung – sie filtern Ruß, Staub und Schadstoffe durch ihre Nadeln und Blätter aus der Luft und produzieren viel Sauerstoff, während sie CO2 durch Fotosynthese binden.

CO²-Speicher als Klimaschützer

Der Wald spielt auch eine wichtige Rolle im Klimaschutz. Bäume nehmen CO² aus der Luft auf und speichern den Kohlenstoff im Holz und im Boden. Deshalb sind Wälder wichtige Kohlenstoffspeicher. Diese Ökosysteme binden große Mengen Kohlenstoff und helfen, die CO²-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Ihre Fähigkeit dazu kann in verschiedenen Regionen schwanken.

Wie viel CO² Bäume aufnehmen und speichern, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Baumart, Alter, Licht, Wasser, Nährstoffe und Vitalität der Bäume. In den Wäldern in Rheinland-Pfalz sind über 75 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert, was etwa 274 Millionen Tonnen CO² entspricht. Jährlich werden in Rheinland-Pfalz 39 Millionen Tonnen CO² freigesetzt, während zusätzlich mehr als 3,6 Millionen Tonnen CO² im Wald gespeichert werden.

Der Wald als Wirtschaftsfaktor

Der Wald liefert das umweltfreundliche Material Holz und spielt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft. Er schafft Jobs und Einkommen, besonders in ländlichen Regionen. In Deutschland arbeiten rund 35.000 Menschen in der Forstwirtschaft (Quelle: Statista). Betrachtet man die gesamte Holzbranche, sind es sogar 1 Million Beschäftigte, allein in Rheinland-Pfalz über 50.000.

Aus dem Wald kommen auch Nahrungsmittel wie Wildfleisch, Nüsse, Beeren, Kräuter und Pilze. Wälder sind außerdem wichtig für den Tourismus.

Auswirkungen auf die Menschen

Der Wald ist ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft Deutschlands. Viele Menschen nutzen ihn zur Erholung, Entspannung und als Sportort. Ein Besuch im Wald gibt oft das Gefühl, in unberührter Natur zu sein. Das angenehme Klima, die frische Luft und die Stille fördern die Erholung. Zudem ist Waldbaden ein beliebter Trend, der zum Entspannen beiträgt.

Diese Vorteile zeigen, wie wichtig der Wald für unser Leben ist. Von der Trinkwasseraufbereitung bis zur Luftreinigung – wir brauchen ihn. Deshalb ist es wichtig und notwendig, den Wald in seinen Funktionen zu schützen und seine Widerstandsfähigkeit zu stärken.

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