Unsere Wildtiere nach Eingriffnahme

Die Konflikte zwischen Windenergieanlagen und dem Natur- und Artenschutz sind beträchtlich

Warum wir NEIN sagen

Welche Konflikte bestehen?

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 250.000 Fledermäuse und tausende Greifvögel durch Windenergieanlagen, besonders im Wald. In den Höhenlagen, die für Windparks geeignet sind, gibt es oft wertvolle alte Wälder, die zur biologischen Vielfalt beitragen.

Waldgebiete sind ebenfalls wichtige Lebensräume für Fledermäuse, verschiedene Vogelarten und empfindliche Tiere wie Wildkatzen oder Rothirsche. Alle heimischen Fledermäuse stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Wenn Windenergieanlagen im Wald gebaut werden, wird große Waldfläche abgeholzt, um Platz für die Anlagen und die notwendigen Zufahrtswege zu schaffen. Auch die touristischen Folgen der neuen Zufahrtswege und die damit verbundenen Störungen sind problematisch.

Schwäne, die zwischen den Windrädern fliegen

Greifvögel

Viele Greifvögel sind weltweit durch Kollisionen mit Windrädern gefährdet. Diese Arten erreichen oft ein hohes Alter und paaren sich nur selten, deshalb haben Verluste für sie große Auswirkungen. Für den Rotmilan sind die Verluste an Windkraftanlagen zum Teil kritisch für die Population. Auch der häufige Mäusebussard ist betroffen vom Ausbau der Windenergie im Wald. Er ist die häufigste Greifvogelart in Deutschland und führt die Liste der Kollisionsopfer an, mit regionalen Bestandsrückgängen. Greifvögel waren bisher beim Nahrungssuchen im Offenland gefährdet, nun gefährden Windräder im Wald ihre Brut- und Rückzugsorte. Der seltene Schreiadler benötigt große zusammenhängende Waldflächen und reagiert sehr empfindlich auf Störungen. Der Schutz seines Lebensraums vor Windkraftanlagen ist entscheidend für den Erhalt dieser Tiere.

Toter Greifvogel

Großvögel im Wald

Viele seltene Großvögel, wie der Schwarzstorch, benötigen Wälder als Brutplätze und sind von Windenergieanlagen betroffen. Sie fliegen über die Kronen älterer Bäume, um ihr Revier zu verteidigen und zu balzen, genau in der Höhe, in der sich die Windräder drehen. Schwarzstörche halten aufgrund ihrer Störempfindlichkeit einen Abstand von mehr als 1 km ein, nähern sich aber Windanlagen auf ihren Flügen zu den Nahrungsfeldern. Weitere Waldvögel, die empfindlich auf Windkraft reagieren, sind Raufußhühner, Waldschnepfen, Auerhühner, Uhus und Graureiher.

Storch im Nest, dahinter ein Windrad

Bedrohung von Fledermäusen

Mehr als die Hälfte unserer Fledermausarten nutzt Baumhöhlen als Zuhause. Deshalb muss bei der Bewertung von Windenergie im Wald, einem wichtigen Lebensraum für viele Fledermäuse, besonders auf mögliche Störungen von Nahrungsgebieten sowie Fortpflanzungs- und Ruheplätzen geachtet werden. Neben den bekannten Risiken im Freiland, wie Kollisionen mit Rotoren oder Barotrauma, das durch Verwirbelungen und Druckabfall an den Rotorblättern Fledermauslungen schädigt, kann der Bau von Zugangswegen und Fundamenten sowie die Rodung von Bäumen zum Verlust von Ruhe- und Jagdgebieten führen.

Bei den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse besteht weiterhin ein großer Forschungsbedarf. Es besteht jedoch die Sorge, dass die Fledermauspopulationen in den kommenden Jahren stark zurückgehen könnten, wenn die hier genannten Erkenntnisse beim weiteren Ausbau der Windenergie ignoriert werden.

Tote Fledermäuse unter einem Windrad

Rothirsch, Wildkatze & Luchs

Viele unserer Wälder sind große, zusammenhängende Flächen. Sie bieten Lebensraum für empfindliche Tiere wie Wildkatzen, Rothirsche und Luchse. Diese Tiere benötigen großen Raum, ebenso wie bedrohte Vogelarten.
Ob Straßen und Leitungen in großen Wäldern eine Gefahr für diese Arten darstellen, hängt von der Intensität der Störungen ab.

Die nachtaktiven Haselmäuse leben hauptsächlich in Sträuchern und Bäumen. Offene Bereiche wie breite Straßen können Hindernisse schaffen und die Lebensräume trennen. Auch für Amphibien und Reptilien kann der Verkehr auf Straßen gefährlich sein.

Zufahrtswegen für eine Wind-Industrieanlage

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